24/52 – Regenwetter

Das Wochenbild sollte eigentlich ganz anders aussehen. Ich wollte keinen Rasen, sondern eine Straße, eine größere Pfütze und mich zu den Booten ins Wasser legen…

Nachdem ich eine Weile alleine mit Stativ und Kamera durch die Altstadt zog und jede Pfütze inspizierte kam ich hoch frustriert wieder bei mir zuhause an. Ich hatte kein einziges Bild geschossen. Es gab immer etwas was mich störte. Sei es eine zu kleine Pfütze, ein hässlicher Hintergrund, Autos, die im Weg standen oder Straßen, die zu viel befahren waren. Außerdem war ich alleine und hätte beim fotografieren auf alles achten müssen. Menschen oder Autos im Hintergrund, die Pose, den Bildausschnitt…. Wäre alles gar nicht so schlimm gewesen, wenn nicht überall Leute gewesen wären. Und wenn ich an diesem Tag keine Lust auf etwas bestimmtes hatte, dann auf doofe Fragen von Passanten, die wissen wollen was man da tun würde. Zu zweit ist das noch mal was anderes. Das sieht dann wenigstens nach Fotoshooting aus. Alleine denken die meisten dann man sei total durchgedreht, sich in einer Pfütze zu wälzen und ein Foto von sich zu schießen. Dies ist auch der Grund, weshalb ich meine Fotos lieber in Wäldern mache. Dort hat man seine Ruhe.

Ich packte also mein Zeug zusammen und fuhr zu Felix. Dann musste es schnell gehen. Fix düsten wir zu den Wiesen und Bächen bei ihm in der Nähe. Dort fand ich dann diese kleine, niedliche Pfütze, die ich für das Foto nutzte. Ich sank tief im Matsch ein, war komplett durchnässt und hatte noch 5 Minuten bis ich arbeiten musste. Das ist die Geschichte zu Bild 24/52.