Der zweite Tag in Amsterdam, Freitag, der 16.04.16.

Ich befand mich immer noch mit meiner Mutter in der schönen Stadt Amsterdam und dieser Freitag sollte unser Museumstag werden. Wir machten uns also auf den Weg zum Rijksmuseum. Was soll ich sagen? Es war eine ziemliche Enttäuschung. Zum einen hingen dort nicht viele bekannte Kunstwerke und zum anderen war es sehr voll. So voll, sodass man eigentlich kaum ein Bild wirklich in Ruhe ansehen konnte. Besonders schlimm war es natürlich bei dem Bild „Die Nachtwache“ von Rembrandt und noch sehr viel extremer bei dem Gemälde “ Dienstmagd mit Milchkrug“ von Vermeer. Man sieht anhand des Fotos weiter unten, dass ich es aus der Ferne gesehen habe… Ja, aber mehr auch nicht. Sobald man sich ein kleines bisschen weiter vorgekämpft hat, drängten schon weitere Touristen von hinten. So sollte es bei einem Museumsbesuch irgendwie nicht ablaufen. Das Gebäude an sich ist recht schön und im unteren Bereich sehr hell und modern gehalten.

Wir überlegten noch in das Van Gogh Museum zu gehen, welches jedoch mit 17€ recht teuer war und wir noch keine Tickets hatten. So war die Warteschlange doch etwas lang. Außerdem befindet sich mein Lieblingsbild („Die Sternennacht“) sowieso nicht dort, sondern in New York. Also machten wir stattdessen eine touristische Grachtenfahrt und hatten zu dieser Zeit sogar Glück mit dem Wetter. Zwischen den dunklen Wolken kam gegen Mittag tatsächlich die Sonne hervor und es sah für eine kurze Zeit sogar recht sommerlich aus. Die Grachtenfahrt dauerte etwas länger als eine Stunde. Der Blick vom Boot aus auf die schönen Häuser war eine Abwechslung. So sah man viele besondere Gebäude, die man sonst vielleicht gar nicht unbedingt beachtet hätte, so z.B. das kleinste Haus.

Danach besichteten wir nach einer kleinen Einkaufstour noch den „Begijnhof“. Das ist ein kleiner Innenhof mit einer Kapelle. Die größte Fläche ist privat und für Touristen nicht zugänglich. Die Anwohner müssten inzwischen echt genervt sein von den vielen Touristen, die sich vor den Häusern mit ihren Kameras tummeln. Der Hof ist eine kleine Ruheoase inmitten der Stadt und wirklich schön.

Den Rest des Tages erkundeten wir wieder zu Fuß die Stadt. Wir kamen an Flohmärkten und „I am Amsterdam“ Schildern vorbei, streichelten Katzen und ich versuchte Abends noch ein paar stimmungsvolle Impressionen bei Dunkelheit einzufangen.