Auf dem Rückweg von München nach Hamburg machten wir einen kleinen Abstecher nach Nürnberg. Dies sollte vorerst die letzte Stadt sein, die wir auf unserer kurzen 4-tägigen Deutschlandreise besuchten. Es war wirklich schön einmal das eigene Land mehr zu entdecken. Es gibt hier so viel zu sehen. Warum immer so weit reisen, wenn man in 4 Tagen schon eine komplette Vielfalt Deutschlands entdecken kann. 

Am Samstag fuhren wir gegen 9.00 Uhr in München los und brauchten etwa 2,5 Stunden nach Nürnberg. Rechtzeitig zum Beginn des Oktoberfests sind wir geflüchtet und sahen schon morgens zahlreiche Münchner oder Nicht-Münchner (auf jeden Fall Oktoberfest-Fans) in Lederhose und Dirndl. In Nürnberg angekommen wollten wir eigentlich Burger essen gehen. Ausgesucht hatten wir uns eigentlich die Superbude, die scheinbar die besten Burger der Stadt zaubern sollten. Vor dem Laden angekommen, stellten wir jedoch fest, dass dort Samstags erst ab 17 Uhr Burger serviert werden. Etwas enttäuscht gingen wir dann einfach weiter in Richtung Altstadt.

Zwischendurch suchten wir über TripAdvisor und Google Maps einen anderen Burgerladen heraus und gingen etwa 2 km zu Fuß zur Kuhmuhne Burgerbar. Dort aßen wir wirklich leckere Burger und tranken sehr gute Limonade. Danach gingen wir querfeldein durch die Stadt und entdeckten ein paar schöne Sehenswürdigkeiten. Wir sahen den Nürnberger Hauptmarkt vor der Frauenkirche und gingen immer an der Stadtmauer entlang. Außerdem kamen wir an dem wohl schönsten U-Bahn Eingang Deutschlands vorbei, der Station Weißer Turm. Vor dem Eingang steht zudem noch ein ziemlich imposanter Brunnen mit zahlreichen Figuren in komischen Posen.

Wir schlenderten weiter entlang der Frauentormauer und befanden uns für urplötzlich und ungewollt im Nürnberger Rotlichtviertel. Manch eine Straße sah dort recht zwiespältig aus und so suchten wir uns den Weg zurück ins Zentrum. Im Zickzack ging es durch weitere Straßen und irgendwann standen wir zufällig vor dem Handwerkerhof. Dort schien die Zeit stehen geblieben zu sein, wirkte aber gleichzeitig eher wie in einem Freizeitparkdorf – irgendwie unwirklich. Schön ist es trotzdem dort. Gegen 17 Uhr saßen wir wieder im Auto und fuhren (mit einer kleinen Pause, um die Plätze im Auto zu wechseln) in weniger als 6 Stunden wieder nach Hamburg. Gegen 23 Uhr kamen wir zuhause an und fielen mit schönen Erinnerungen und müden Füßen ins Bett. Schließlich sollte es nur 5 Tage später schon wieder auf Reisen gehen. Mein Bericht zu Paris folgt dann auch bald. Hier sind erst einmal die Eindrücke aus Nürnberg!