Wer kennt sie nicht, die schönen alten Fotoalben, die bei unseren Eltern und Großeltern noch zuhauf in alten Kisten verstauben oder lange unangetastet im Regal stehen. Besitzen wir noch so etwas wie Fotoalben?

Ich habe eine Kiste mit gesammelten Fotos aus alten Tagen, an denen ich noch mit meiner kleinen, analogen Automatikknipse durch die Welt zog und im Garten die Kaninchen oder Freunde in merkwürdigen Kostümen fotografierte. Natürlich durfte die Kamera auch im Urlaub nicht fehlen. Auch später habe ich immer wieder Fotos entwickeln lassen und in der Fotokiste abgelegt. Früher war es eine Besonderheit Momentaufnahmen zu besitzen. Man wusste schließlich nie, ob der Film auch wirklich gut entwickelt wurde. Heute ist es anders. Wir fotografieren alles und jeden. Es gibt an einem Partyabend nicht nur ein Foto, sondern gleich gefühlt 20 gleiche Selfies, weil irgendeiner immer irgendwo komisch guckt oder der Ausdruck noch nicht Instagram-geeignet ist. Was machen wir mit all unseren Bildern? Ich habe das Gefühl, dass für viele Instagram und Facebook als Erinnerungsalbum dient.

Es ist alles digital. Nichts ist mehr real greifbar.

Festplatten sind nicht ewig haltbar, Profile werden gelöscht und durch Tollpatschigkeit (Hallo, ich bin´s alter Freund) verschwinden Erinnerungen in Bildhaftigkeit erst von unseren technischen Geräten und dann aus unseren Köpfen. Gegen dieses Horten und Vergessen von Bildmassen auf digitalen Datenträgern habe ich eine Lösung gefunden. Ich erstelle Jahresbücher und lasse diese professionell und in ansprechender Form drucken!

Letztes Jahr startete ich diese Bücher und lies bei der Druckerei Blurb die Jahre 2012 bis 2015 drucken. 2012 machte ich mein Abitur, zog nach Lübeck und startete an der Werkkunstschule meine Designausbildung. Dies war mein Cut. Ab diesem Jahr sollten Bücher existieren. Für alles davor gibt es meine Fotokiste. Letzte Woche kam mein neustes Jahrbuch für das Jahr 2016 bei mir an. Mir fällt auf, dass die Bücher immer dicker werden und damit auch immer teuerer, aber das sind Erinnerungen in bildlicher Form auf jeden Fall wert. „Was bedeutet teuer?“, kann man sich nun fragen, wenn man überlegt auch solche Bücher zu erstellen…

Die Bücher, die ich drucken lasse, beinhalten die teuersten Features, die Blurb anbietet. Diese wären: Leineneinband mit Buchumschlag, ungestrichenes Proline 148g/m² Papier mit Oberflächenstruktur und Extrakosten, um kein Blurb-Logo auf dem Buch zu haben. Für mein 2016 Buch mit 134 Seiten im Standard-Hochformat habe ich inkl. Versand €116.33 bezahlt. Der Versand ist relativ teuer, da Blurb ein internationales Unternehmen mit Sitz in San Francisco ist und für den europäischen Markt in den Niederlanden druckt. Die Bücher kommen also nicht direkt aus Deutschland.

Das Ganze kann man natürlich auch deutlich günstiger produzieren lassen. Sofern man nicht dieselben hohen Ansprüche hat wie ich. Getestet habe ich schon mehrere Anbieter. Saal-Digital, Cewe und Co. bieten sicher auch gute Optionen an. Mir persönlich war nur der Leineneinband und schönes Papier mit naturcharakter wichtig. Falls ihr noch Tipps für gute Anbieter habt, würde ich mich über einen Kommentar freuen! Dieser Artikel ist nämlich nicht gesponsert. Ich bin bisher nur sehr überzeugt von der Qualität der Bücher und der Möglichkeiten ein inDesign Plugin und Farbprofile zu nutzen.