Der erste Monat des Jahres ist vorbei. Genau genommen heißt das, dass wir schon wieder 1/12 des Jahres 2017 gelebt haben und mal wieder alles schneller vergeht als man wirklich mitbekommt. Nach dem Dezember Rückblick kommen nun meine Januar Favoriten.

Erlebt:

Der Januar war für mich keinesfalls Langweilig. Es wurde viel erlebt… Vom 6. bis zum 9. Januar war ich mit meiner Mutter in Portugal, schlenderte durch Lissabon, schaute mir die wunderschöne Stadt Sintra an und erkundete die Küste mit dem Mietwagen. Es war wirklich schön und auch warm mit etwa 15 Grad, während in Hamburg alle über Glatteis stöhnten. Meine Reiseberichte sind verlinkt.

Etwas stressig wurde es mit unserer Wohnungssuche. Wir haben uns schon einige Wohnungen angesehen und hoffen, dass wir relativ schnell fündig werden. Wir suchen in den Stadtteilen Eimsbüttel, Sternschanze, St. Pauli, Altona und Ottensen. Das ist schon ein recht großes Gebiet, nur ist die Wohnungssuche in Hamburg leider nicht so einfach. Eine Massenbesichtigung haben wir bereits hinter uns und wissen nun, wie schnell sich ein Treppenhaus füllen kann, wenn viel Fläche zum recht günstigen Preis angeboten wird. Falls jemand eine schöne Wohnung abzugeben hat, kann sich gerne melden. Wir suchen weiter und entrümpeln schon mal den Dachboden. Letztens dachten sich das wohl sehr viele Menschen, sodass wir tatsächlich im Stau vor dem Recyclinghof standen. Etwa 20-30 Minuten saßen wir im Auto und warteten. Ebenfalls aussortiert habe ich meine Kommode und meine Kleiderstangen. Auch, wenn ich in letzter Zeit kaum etwas über Kleiderkreisel los geworden bin, gebe ich dem ganzen noch eine Chance. Ich werde dort so schnell wie möglich weitere Artikel hochladen.

Die zweite Januarwoche nahm ich meinen Resturlaub und verbrachte die Zeit damit endlich mal Dinge zu tun, die längst überfällig waren. Ich fuhr nach Lübeck, traf mich erst mit Helen und schoss mir ihr eine ziemlich schöne Fotoserie im Waschsalon und traf mich mit Freunden, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Es tat wirklich gut.

Eine Woche später war ich erneut in Lübeck. Diesmal fuhren Felix und ich gemeinsam hin und übernachteten dort bei Freunden. Es standen Geburtstage an und diese mussten gefeiert werden. Es hat echt Spaß gemacht, auch, wenn einem das Wochenende extrem kurz vorkommt, wenn Geburtstage am Samstag gefeiert werden. Würde an einem Freitag gefeiert werden, hätte man nach einem halben Samstag (man muss ja ausschlafen) noch einen ganzen Sonntag, um produktiv zu sein. Wir fuhren gegen etwa 15 Uhr wieder zurück nach Hamburg, lagen auf dem Sofa und hatten nur noch wenig Elan etwas zu tun.

Am 19. Januar ging es Abends in das Museum für Kunst & Gewerbe. Wir wollten uns die Game Masters Ausstellung ansehen, was eigentlich eher bedeutet, dass man zocken geht. Die Ausstellung läuft noch bis April. Man kann dort ziemlich viele alte Computerspiele spielen. Es gibt alte Arcarde-Games mit den Klassikern wie Pacman, Space Invaders und Donkey Kong, aber auch neue Indie-Spiele, die sehr schön gestaltet sind. Wer Lust hat, kann sich dort auf die Tanzmatte wagen oder Singstar spielen. Interessant sind auch die Concept-Art Zeichnungen, die an den Wänden hängen. Ganz ehrlich, habe ich wirklich viele Spiele gar nicht verstanden. Man hat auch nicht die Lust in eine Ausstellung zu gehen, um Zelda durchzuspielen, aber es ist wirklich interessant und bringt auch eine Menge Spaß. Donnerstags hat das Museum immer bis 21 Uhr auf, sodass auch berufstätige die Ausstellung besuchen können. Ach ja, mein Highlight war definitiv das Katzenbild!

Gezeichnet:

Seitdem ich zu Weihnachten das große Moleskine A4 Skizzenbuch bekam, zeichne ich deutlich mehr. Die Größe lässt mehr Platz für Zeichnungen, sodass diese irgendwie auch schöner werden. Ich dachte immer ich kann nur in A5 Skizzenbüchern gut zeichnen. Aber diese Größe ist einfach viel angenehmer.

Hier sind meine Zeichnungen aus dem Januar:

Tolle und neue Dinge:

Nachdem im Dezember sehr viel geshoppt wurde, habe ich im Januar weniger Geld für Kleidung oder Dinge, die man eigentlich nicht unbedingt braucht ausgegeben. Stattdessen habe ich eher in Erlebnisse und gutes Essen investiert. Lediglich ein Cardigan wanderte in meinen Kleiderschrank. Diesen fand ich bei Pull & Bear in Lissabon und ist mit 20€ ein super Schnäppchen gewesen. Aufgrund der ultimativen Flauschigkeit ist dies also ein absolut gerechtfertigter Kauf. Ach, außerdem wurden Tickets für das kommende „The xx“ Konzert in Hamburg gekauft. Ich bin sehr gespannt wie es werden wird, gehe aber wohl eher mit gemischten Gefühlen dahin, weil ich denke, dass es auf Bühne nicht besonders spannend wird und ich von der Sporthalle absolut nicht überzeugt bin. Ende Dezember haben Felix und ich bei Muji noch ein paar zusätzliche Aromaöle für den Aromadiffusor, den Felix mir zu Weihnachten geschenkt hat, geshoppt. Dieser läuft bei uns eigentlich fast jeden Tag und sorgt für einen entspannten Feierabend oder Sonntag. Sehr schön ist auch das eingebaute Licht. Der Aromadiffusor ist definitiv ein Januar-Favorit!

Gehört:

Sie kamen erst gestern raus und gehört schon jetzt zu meinen musikalischen Dauerfavoriten – die neuen Lieder auf dem „Three Worlds: Music From Woolf Works“ von Max Richter. Zentrale Themen des Albums sind Zeit und Erinnerung im Werk der Autorin Virginia Woolf. Das Album ist ein Tribut an die Schriftstellerin, deren Leben von Tragik und psychischer Krankheit geprägt war und vor 75 durch Suizid endete. Max Richter vertonte die drei Schlüsselwerke der manisch-depressiven Romanautorin und lässt Virginia Woolf selbst zu Wort kommen. Der besonders traurige Abschiedsbrief der Autorin an ihren Ehemann wird von der Schauspielerin Gillian Anderson rezitiert. Ich musste erst eimal aufhören, als die Stimme ertönte und erkannte Sie sofort. Wie ihr vielleicht mitbekommen habe, bin ich ein ziemlicher Fan der Serien Akte-X und Hannibal. Auch The Fall habe ich gesehen und ich mag Gillian Anderson als Schauspielerin unglaublich gerne. Nun hat sie definitiv noch mehr Bonuspunkte gesammelt! Das Album ist ein Meisterwerk und jeder einzelne Ton ist perfekt. Es geht einem aber auch ziemlich nahe und das mag ich sehr. Musik muss berühren und diese tut es allmal!

Am besten hört ihr euch direkt das ganze Album bei Spotify an.

Natürlich habe ich noch andere Musik gehört. Besonders oft wurde „Minimum“ von Charlie Cunningham auf Spotify angeklickt. Das Album von Charlie Cunningham kam ebenfalls am Freitag auf den Markt. „Minimum“ bleibt aber mein Lieblingslied des Albums.

Gesehen:

Gesehen wurde ganz natürlich Sherlock! So alle drei Jahre heißt es nicht „Happy New Year“, sondern „Happy New Sherlock“ und dieses war es wieder soweit. Die Storyline wird immer verdrehter und Sherlock wird menschlicher denn je. Es könnte das Ende der Serie gewesen sein… Einerseits weiß ich nicht mehr, was noch passieren kann, um diese ganzen Steigerungen in der Storyline noch zu toppen, andererseits will ich ganz und gar nicht, dass es nie wieder eine neue Folge Sherlock mit Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Mark Gatiss und Co. gibt. Besonders gut fand ich wie immer Mrs. Hudson. Man kann sie einfach nur lieben und sie ist immer für eine Überraschung gut. Bevor ich hier noch Spoiler, höre ich lieber auf zu schreiben. Wer hat Sherlock schon gesehen und was sagt ihr zur 4. Staffel? Die erste Folge fand ich ok, aber nicht überragend. Die zweite hingegen war wieder eine meiner liebsten und die dritte… tja, kompletter Mindfuck. Ich weiß immer noch nicht genau was ich von dem Ende der Staffel halten soll. Vielleicht hilft mir eine fünfte Staffel auf die Sprünge…

Ebenfalls gesehen und für etwas merkwürdig befunden: Toni Erdmann. Der Film von Maren Ade ist lustig, komisch, irgendwie auch etwas traurig und einfach etwas anders. Es geht um den 65-jährigen Winfried. Er ist Musiklehrer und Freizeit-Komiker. Seine Tochter Ines ist das genaue Gegenteil von ihm und versucht sich als knallharte Unternehmensberaterin in einer von Männern dominierten Branche zu beweisen. Nach dem Tod seines alten Hundes besucht Winfried seine Tochter an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz in Rumänien. Er schlüpft in die Rolle seines Alter Egos Toni Erdmann und macht mit einem Scherzkriegszug das Leben seiner Tochter, die hart an einem Outsourcing-Projekt arbeitet, zur Hölle. Je mehr sich Winfried in das Arbeitsleben seiner Tochter einmischt, desto näher kommen sie sich wieder. Der Film ist für die Oscars und die Golden Globes nominiert und tatsächlich sehr gut. Mit 2 Stunden und 42 Minuten ist „Toni Erdmann“ sehr langgezogen und beinhaltet natürlich künstlerische Pausen, um den Szenen mehr Bedeutung zu verleihen. Oder aber, weil der Film einfach lang sein soll. Ich weiß es nicht genau. Aber ihr solltet den vielleicht mal sehen und euch selbst eine Meinung bilden. Toni Erdmann selbst ist auf jeden Fall eine sehr schillernde, komische Filmfigur mit schiefen Zähnen und einer sehr hässlichen Perücke – sehr sehenswert, da man schon bei seinem Anblick grinsen muss.