Jetzt gehts um die Wurst

Da ist die Wurst, von der ich gestern noch sprach… Für alle, die nicht wissen worum es geht hier nochmal der Text vom letzten Post:

„Es geht darum, Büroklammern in Form eines Gegenstands zu entwerfen und eine Verpackung, die der Haptik des gewählten Gegenstands entspricht, anzufertigen. Sie muss sich also möglichst genau so anfühlen und vielleicht auch noch so aussehen. Dazu sollen wir erst die haptische und taktile Wahrnehmung des Gegenstands beschreiben, dann die Kontur in unterschiedlichen Perspektiven zeichnen und die Kontur vereinfachen, sodass man eine Klammer daraus formen kann. Die Klammer müssen wir dann wirklich aus Draht formen. Außerdem dient uns die Kontur als Teil des Logos. Wir sollen uns einen passenden Namen ausdenken und diesen mit der Kontur als Bildmarke visualisieren. Einmal als negativ Version und einmal in colorierter Version. Hinzu kommt noch, dass wir die passende Verpackung nachbauen, und in unterschiedlichen Perspektiven zeichnen müssen. Das ist die Aufgabe. Hört sich erst vielleicht gar nicht so schlimm an, ist aber verdammt aufwendig. Besonders wenn man eine Salami als Gegenstand wählt. Und genau das habe ich getan.“

Ich habe eine kleine Holzdose gekauft, diese mit Raufasertapete umwickelt und oben zusammengeklebt, damit die typische Wurstoptik entsteht. Raufasertapete habe ich wegen der Textur gewählt. Da die Tapete vorher weiß war, konnte ich sie leicht mit roter und brauner Pastellkreide bemalen und verwischen, damit ich den Grundton der Salami nachahme. Danach ging ich nur vorsichtig mit weißer Kreide über die Tapete, sodass nur die oberen Hubbel weiß blieben und damit die kleinen Fettstücke dargestellt werden konnten. Der Deckel der Holzschachtel wurde ebenfalls mit Raufasertapete beklebt. Ich fixierte das ganze und zog der Pappwurst einen Netzstrumpf über. Der Strumpf stellt ein Netz dar, in das früher jedenfalls die Salamis meist eingewickelt waren, damit sie etwas geschützt waren. Inzwischen sind Plastikfolien ja eher vertreten als Netze, aber diese stellen die Haptik halt nicht so schön dar. Ich zog noch ein weißes Band oben durch das Netz, damit man die Wurst auch aufhängen kann und entwarf das Logo (Name + Kontur der Klammer). Anschließend visualisierte ich Etiketten in unterschiedlichen Farben, entscheid mich für die weiße Version mit fleischfarbenen Logo und klebte es auf die Wurst. Damit war die Verpackung fertig. Die ganzen Zeichnungen habe ich leider nicht zur Hand, da diese eingesammelt wurden.

Oh, und mein Unternehmen heißt „Fleischermann´s“ und die Wurst „Fleischermann´s Klammerwurst“. Unter dem Namen steht noch etwas kleiner „- eine Delikatesse für Ihre Dokumente -„. Unter Zutaten findet man „10 Büroklammern in Wurstform“ und daneben sieht man noch die Grammzahl.  Außerdem stehen neben dem Logo noch Telefon- und Faxnummer, sowie die Adresse auf der anderen Seite. Diese Zusätze habe ich nun eingeschwärzt. Muss ja nicht jeder alles wissen.