Morgens aufgewacht in Dresden ging es nach einer kurzen Stadtbesichtigung bei Tageslicht in etwa 5 Stunden ganz runter nach München, wo wir den verregneten Donnerstag hauptsächlich in der Pinakothek der Moderne verbrachten. Dieses Museum ist gefüllt mit tollen Werken von Kandinsky, Picasso, Magritte und Warhol (und das sind nur einige der vielen Künstler…). Noch beeindruckender fand ich jedoch die Architektur. Würde ich in München wohnen, wäre dies wohl mein Liebster Fotospot.

Aufgewacht mit etwas schmerzenden Waden vom Vortag, machten wir uns auf, um uns noch einmal Dresden im Tageslicht anzusehen. Wir hatten nicht viel Zeit, weshalb wir nur noch einmal durch den Zwinger schlenderten, die Innenstadt ansahen und uns dann einen Kaffee holten. Irgendwie war Dresden an diesem Donnerstag Morgen wie leergefegt. Es war kaum jemand auf der Straße und alles war leer und wirkte recht trostlos. „Gut, das ist dann halt Dresden“, dachten wir uns und fuhren weiter nach München. Es fing sehr stark an zu regnen und schüttete irgendwann nur noch, sodass Felix beim fahren kaum noch etwas erkennen konnte. Ich war nur sehr froh in dem Augenblick nicht hinter dem Steuer zu sitzen…

In München angekommen sind wir zuerst einmal ins Hotel gefahren, haben dort alles abgeladen und uns kurz ausgeruht, bevor wir mit der S-Bahn von der Station Laim bis zum Hauptbahnhof. Obwohl unser Hotel im Stadtteil Laim lag und damit nicht direkt in der Innenstadt, dauerte die Fahrt mit der S-Bahn gerade einmal 10 Minuten. Es war also alles sehr schnell zu erreichen. Am Hauptbahnhof mussten wir uns dann eine kurze Zeit orientieren und gingen dann recht zielstrebig in Richtung Karlsplatz und schlenderten durch die Einkaufsstraße bis zum Marienplatz. Dort wartete eine Hand voll Münchner auf SPD-Kandidat Martin Schulz, der dort an einer feierlich hergerichteten Tribüne mit roten Ballons seine Wahlergebnisse retten wollte.Wie es ausging wissen wir ja…

Wir warteten einen Moment, weil wir uns den Schulzzug nicht entgehen lassen wollten, aber es fing an zu regnen und das Musikprogramm ging immer weiter und weiter, sodass wir uns entschieden lieber in die Pinakothek der Moderne gingen. Und es hat sich sich sowas von gelohnt. Wir hatten leider etwas wenig Zeit dort und mussten uns mit 1,5 Stunden etwas sputen. Noch beeindruckender als die Bilder war jedoch die Architektur. Ich bin immer noch total angetan von den schönen Betonwänden, den vielen breiten Treppen, den lichtdurchfluteten Räumen und natürlich dem überdimensional großen Deckenfenster. Falls ihr mal in München sein solltet, schaut dort unbedingt vorbei. Am Sonntag zahlt man in vielen Museen in München, z.B. in den Pinakotheken nur einen Euro! Das ist ein zehntel des eigentlichen Eintritts und lohnt sich dann natürlich noch mehr.

Die Pinakotheken befinden sich in Maxvorstadt. Dieser Stadtteil ist wirklich sehenswert. Hier befinden sich neben den Pinakotheken auch noch weitere Museen und mehrere Hochschulen, sodass das Viertel selbst sehr jung und bunt ist. Man entdeckt hier schöne kleine Läden und nette Cafés. Wir suchten wir uns noch etwas zu essen und endeten in dem scheinbar recht angesagten Restaurant „Lo Studente“ mit verdammt guter Pizza. Wir bestellten uns jeder noch ein Bier und ließen den Abend in München ausklingen, bevor es am nächsten Tag zum Wandern ins Berchtesgardener Land gehen sollte.