An unserem letzten Tag in Paris besuchten wir das Musée d’Orsay, den Parc des Buttes-Chaumont und die Basilika Sacré-Cœur. Das Museum ist wirklich jeden Cent wert. Dort hängen so viele bekannte Werke und die alte Bahnhofsarchitektur ist wirklich schön, besonders die großen Uhren. Nach 4 Tagen in Paris, habe ich noch nicht genug und würde immer wieder gerne in diese tolle Stadt zurückkehren.

Am Samstag stand das Musée d’Orsay auf unserer To-do-Liste. Wir standen jedoch relativ spät auf und waren erst gegen 12 Uhr dort. Noch kurz etwas gefrühstückt, haben wir uns in die Schlange eingereiht und waren nach etwa 15 Minuten warten und kurzer Sicherheitskontrolle im Museum. Der Eintritt kostete 12€. Das Museum ist so riesig, dass wir anfangs gar nicht wussten wo wir anfangen sollten zu gucken. Als wir ich dann das Schild mit „van Gogh“ sah, war diese Frage für mich erledigt und ich steuerte auf den Bereich der Ausstellung zu. Es ist so beeindruckend diese Werke in echt zu sehen. Im Musée d’Orsay befanden sich wirklich viele Bilder von sehr bekannten Künstlern. Sehr gelacht haben wir aber über die vielen sehr merkwürdigen Katzen, die sich in den Kunstwerken versteckten. So zum Beispiel die leicht verzogene Katze in dem Werk „La Famille Terrasse“ von Piere Bonnard.

Nicht nur die Bilder im Musée d’Orsay sind beeindruckend, sondern das Gebäude an sich ist schon einen Besuch alleine wert. Besonders toll sind die großen Uhren, durch die man über Paris sehen kann. Die Uhren stammen noch aus der Zeit, als das Gebäude als Bahnhof fungierte. 1986 wurde dieser Bahnhof Gare d’Orsay zu dieser Kunstsammlung. Die Uhren sind natürlich eine kleine Attraktion für sich und es fällt schwer ein Bild ohne Menschen im Vordergrund aufzunehmen. Irgendjemand steht immer falsch. Mit ein bisschen Geduld kann man hier aber auch das perfekte Foto von einer der wohl meist fotografiertesten Uhr der Welt machen.

Wir verbrachten etwa 2,5 Stunden im Musée d’Orsay. Als wir aus dem Museum kamen, gingen wir ein Stück an der Seine entlang und hörten etwas weiter entfernt sehr laute Musik mit heftigem Bass. Wir folgen der Musik und befanden ins kurz darauf inmitten feiernden Menschen auf der Techno Parade, die genau an diesem Samstag in Paris stattfand. Wir kämpften uns durch die Massen und waren einfach nur froh, als wir endlich wieder atmen konnten. Kurz eingekauft, picknickten wir in einem Park beim Louvre, kurz bevor wir dann gleich zum nächsten Park aufbrachen, dem Parc des Buttes-Chaumont im Pariser Nordosten. Dieser Park ist hochgelegen und sehr hügelig. Ein Highlight ist eine kleine Tempelanlage auf einer kleinen Insel, die man über eine Hängebrücke passieren kann. Man entdeckt hier überall etwas neues – Grotten, Wasserfälle oder tropische Bäume.

Am Abend schauten wir uns dann noch das Viertel Montmartre etwas genauer an. Zuerst gingen wir die Treppenstufen zur Basilika Sacré-Cœur hinauf. Dort war es sehr touristisch und man musste regelrecht vor den Verkäufern flüchten. Hier standen auch welche, die einem Taschen oder Armbänder andrehen wollten. Oben angekommen und zwischen die vielen anderen Menschen gequetscht, konnte man sehr schön über Paris schauen.

Wir gingen um die Basilika herum und schlenderten einfach ein bisschen durch die kleineren Gassen. Hier war es urplötzlich recht leer und uns kam neben ein paar Anwohnern nur eine kleine Reisegruppe entgegen. Wir kamen nicht an der Moulin Rouge, dafür aber an einer anderen Mühle, der Moulin Radet vorbei. Danach aßen wir sehr leckere Burger bei „Mobster Diner“ und fuhren vollgefuttert und glücklich wieder zur Unterkunft. Am nächsten Morgen gönnten wir uns noch ein schönes, gemütliches Frühstück in der Sonne bei etwa 20 Grad, bevor es wieder zum Flughafen und zurück nach Hamburg ging. Es waren sehr tolle 4 Tage in einer wunderschönen Stadt. Ich habe mich etwas in die Straßen von Paris verliebt und muss unbedingt noch einmal dort hin reisen.