Schottland Tag 2- Edinburgh

Der zweite richtige Tag in Edinburgh wurde ausgenutzt. Wir standen relativ früh auf und schlenderten gemütlich in die Old Town, um dort schön englisch zu Frühstücken. Es gab ganz traditionell Eier, Speck, Bohnen und Wurst. Mal ganz nett, immer könnte ich das aber nicht essen. Das Wetter war wechselhaft, aber groß geregnet hat es nicht. Die Wolken zogen so schnell vorbei und nach wenigen Sonnenminuten kamen sie schon wieder. Es ist lustig das später auf den Fotos erst wirklich zu bemerken. Ich habe Bilder, die nach Sommer, Sonne, Sonnenschein aussehen und welche, die eher als Beispiel eines verregneten Tages dienen könnten.

Danach gingen wir die Royal Mile entlang Richtung Calton Hill. Der etwas steilere Anstieg hat sich gelohnt. Der Ausblick war wirklich besonders. Wir blickten über die ganze Stadt. Aber auch architektonisch kann der Calton Hügel einiges bieten. Dort oben befindet sich eine Hand voll Denkmäler, die irgendwie eher zusammengemixt wirken und kein einheitliches Bild bilden. Beosnders auffällig ist da wohl das National Monument, das an Schottlands Beitrag im Kampf gegen Napoleon erinnern sollte. Man wollte eine Art Parthenon mit Katakomben errichten, um schottischen Helden eine würdige Ruhestätte zu gewähren. Der Tempel wurde vermutlich aus Geldmangel nie fertig gestellt. Auffällig ist auch das Nelson Monument. Von dort oben soll man einen noch besseren Blick über die Stadt haben. Ich war dort nicht drauf. Mir reichte auch das Standard Touri Bild mit dem Stewart Monument im Vordergrund und der Stadt im Hintergrund gereicht.

Nach dieser tollen Aussicht ging es den Berg wieder runter und wir kamen direkt in der Princes Street an. Dort machten wir kurz Rast in den Princes Street Gardens am Scott Monument, bis es dann in die National Gallery ging. Dort hängt ja wirklich jeder. Ich war ganz erstaunt dort sämtliche Werke von Titian, da Vinci, Raphael, El Greco, Van Gogh, Monet, Degas, Gauguin, Botticelli, Bernini, Rubens, Rembrandt… Es waren noch viel mehr bekannte Künstler. Das waren nur die, die ich noch im Kopf hatte. Wirklich erstaunlich. Ich habe sogar das Gefühl, dort mehr bekannte Bilder gesehen zu haben als in der Londoner National Gallery. Kunstbegeisterte sollten dort unbedingt mal vorbei schauen.

Nach der National Gallery brauchten wir unbedingt mal einen Kaffee und eine Sitzmöglichkeit. Wir wollten, bzw ich musste als riesen Harry Potter Fan sowieso in das Elephant House, sodass wir uns auf den Weg dorthin gemacht haben, um dort Kaffeepause zu machen. Im Elephant House schrieb J. K. Rowling die Harry Potter Bücher und suchte sich auch ihre Inspiration in der Umgebung. Vom Elephant House kann man auf den Greyfriars Kirkyard, einen urigen Friedhof schauen. Dort findet man auch den Grabstein von einem Thomas Riddells, der J.K. Rowling wohl zur Figur Tom Riddle aka Lord Voldemort inspirierte. Ich habe ihn leider nicht gefunden, aber der Friedhof alleine war schon eine Besichtigung wert. Nachdem wir einige Zeit auf dem Friedhof verbracht haben, gingen wir wieder die Princes Street zurück zum Hotel. Am Abend gingen wir noch schön Essen, um uns für den nächsten Tag mit dem Mietwagen zu stärken.