Schottland Tag 3 – Ab durchs Land

Edinburgh-Mallaig

Am Donnerstag morgen ging es los. Wir standen relativ früh auf, frühstückten bei Pret A Manger und fuhren dann mit dem Bus zum Edinburgh Airport. Dort konnten wir ab 11 Uhr unseren Mietwagen abholen und die Reise durchs Land starten. Ich durfte sowieso nicht fahren, weil die Kosten für den Wagen sonst noch deutlich höher gewesen wären, da ich unter 25 bin. Also musste meine Mutter auf der rechten Seite platz nehmen und sich in den Linksverkehr wagen. Nach kurzer Eingewöhnungsphase war das aber eigentlich überhaupt kein Problem und wir fuhren vom Flughafen in den Ort Stirling. Dort wollten wir uns das Schloss anschauen. Wir gingen jedoch nicht hinein, weil uns £14.50 zu teuer erschien. Der Friedhof daneben faszinierte mich auch irgendwie mehr.

Um möglichst viele Kilometer an einem Tag zu schaffen, stiegen wir recht schnell wieder in das Auto und fuhren weiter. Wir hielten zwischendurch an einem Supermarkt und holten uns Getränke, Brötchen und anderen Kram und machten immer mal wieder Halt an interessanten Stellen wo wir dann kurz verweilten, aßen und fotografierten.

An diesem tollen See musste ich einfach länger bleiben und auch mein Stativ aus dem Auto holen. Der Blick war einfach großartig und da ich sowieso noch im Verzug mit meinen Wochenbildern war, wählte ich diesen Ort für Bild 48/52 aus. Die Berge, das klare Wasser, die schneebedeckten Gletscher im Hintergrund und die Sonne im Rücken… alles war perfekt.

Nach einiger Zeit an diesem wunderschönen See fuhren wir weiter nach Oban. Wir hatten wirklich perfektes Wetter und Sonne ohne Ende. So hatten wir das schottische Wetter nun gar nicht erwartet, freuten uns aber sehr darüber. Meine Regenjacke konnte den ganzen Urlaub über im Koffer bleiben. Oban ist eine kleine Fischerstadt an der Westküste, die in einer Bucht liegt. Durch die vorgelagerte kleine Insel Kerrera ist es in Oban sehr geschützt und war wirklich recht windstill. Teilweise hatte man den Eindruck man sei gar nicht in Schottland, sondern in Frankreich. Aber vielleicht kam das auch durch die Sonne, die ganz unerwartet unseren Eindruck veränderte. In Oban gönnten wir uns ein Eis und liefen an der Promenade entlang. Dann fuhren wir weiter, da es schon recht spät wurde und wir noch den Weg nach Mallaig schaffen wollten.

Die Fahrt nach Mallaig war wunderschön. Die Sonne stand schon recht tief, wodurch die Berglandschaften noch malerischer wirkten als zuvor. Wir kamen vorbei an alten Burgen, Seen, Gletschern und fanden schließlich den einzigartigen Sandstrand bei Morar kurz vor Mallaig. Dieser wird auch Silver Sands of Marar genannt.

Am Strand musste mein Stativ erneut ausgepackt werden, sodass ich gleich Bild 49/52 schießen konnte. Die Kulisse bot sich einfach an. In dem Moment, als ich den weißen Sandstrand mit den markanten dunklen Felsen entdeckte, wusste ich, dass ich genau dort ein Bild für mein 52 Wochen Projekt machen würde. Besonders mit der untergehenden Sonne und den rot gefärbten Bergen im Hintergrund war der Anblick grandios. Es wurde aber mit der Zeit auch recht kühl und als die Sonne dann ganz verschwand suchten wir uns in Mallaig eine Übernachtungsmöglichkeit.

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