USA/Kanada Urlaub – Seattle

Wir waren dann einfach mal für 2,5 Wochen weg. Sind dem Alltag entflohen und überquerten den großen Teich. Felix und ich waren in Amerika. Und wenn schon Amerika, dann doch gleich die Westküste! Was soll ich sagen? Ich bin verliebt. Schon länger liebäugelte ich mit der tollen rauen Pazifikküste und wer hätte gedacht, dass ich nun kurze Zeit später schon dort am Stand sitzen würde. Ich hätte es mir wohl selbst nicht erträumen können. Und manchmal erscheint es mir auch immer noch unwahr, wenn ich hier am Schreibtisch sitze und mit den Gedanken ganz fest am Ruby Beach verankert bin.

Wo fange ich nun am besten an? Am besten beim Anfang, denke ich…

Wir flogen von Hamburg über London nach Seattle. Es war ein langer Flug und das Essen war scheußlich, aber wir sind heil und gut in Seattle angekommen. Wir haben im voraus über AirBnB eine Unterkunft in Seattle und in Portland gebucht und konnten mit der Bahn direkt vom Flughafen nach Seattle Downtown fahren. Mit unseren riesigen Koffern waren wir dann erst einmal auf der Suche nach einem Bankautomaten. Als wir dann endlich Dollar in der Geldbörse hatten, sind wir mit dem Bus zu unserer Unterkunft gefahren. Tipp an alle, die auch in die USA reisen: Man kann im Bus nur passend zahlen und bekommt kein Wechselgeld. Leider hat der Bankautomat nur 20$ Scheine ausgespuckt… Es war eine teure Fahrt!

Die Unterkunft in Seattle war sehr gemütlich und unsere Hosts super nett. Sie gaben uns Tipps wo wir essen sollte, was sich lohnt anzusehen und was nicht. Ich würde inzwischen wohl jederzeit AirBnB Buchungen einem Hotel vorziehen. Nachdem wir uns eine Weile ausruhten und sehr lange schliefen, erkundeten wir Seattle. Da wir immer noch kein Kleingeld für den Bus hatten und nicht noch einmal so viel ausgeben wollten, suchten wir einen Shop, der Orca Card verkauft. Orca Cards eigenen sich super zum Bus fahren in Seattle und vermutlich hatte jeder so eine Card. Diese Prepaid Karte kann man mit Geld aufladen und dann auch zu zweit benutzen. Der Betrag für die Fahrt wird dann automatisch abgezogen. Nun ja, leider war diese Orca Card kaum irgendwo zu bekommen und so liefen wir zu Fuß immer weiter Richtung Downtown. Wer hätte gedacht, dass Seattle so unglaublich riesig ist… Wir dachten unsere Unterkunft wäre schon recht dicht am Zentrum. Nur 8km zu Fuß und wir waren in Downtown und bekamen dort auch endlich diese verdammte Karte. Auf dem Weg dort hin, liefen wir aber noch einen kleinen Umweg zum Kerry Park. Von dort aus kann man super über die Stadt blicken. Der Ausblick dort entschädigte auch den anstrengenden Anstieg und das ewige Auf- und Ablaufen. Seattle ist hügelig und so langsam verstehe ich auch, weshalb niemand dort mit dem Rad fährt! Später kamen wir an der Space Needle vorbei, fuhren dort jedoch nicht hinauf, weil es sehr teuer ist und es sich auch nicht besonders lohnen soll. Stattdessen besuchten wir noch den Pike Market. Dort bekommt man alles und es stinkt nach Fisch. Mir persönlich war es dort viel zu voll und wuselig. Ich habs nicht so mit Gedränge und Enge… Nach diesem Marsch fuhren wir recht erschöpft wieder zu unserer Unterkunft. Gegen Abend erkundeten wir noch die Nachbarschaft und gingen zu einem weiteren Park. Von dort aus betrachteten wir die Abenddämmerung und das Erleuchten der Stadt.

Am nächsten Tag erkundeten wir eine andere Richtung von Seattle und fuhren mit dem Bus nach Ballard und von dort aus nach Fremont. In Ballard gibt es tolle Second Hand Läden und man kann sehr gut dort Essen gehen. Es ist ein hippes Szeneviertel, jedoch recht ruhig und unbelebt. In Fremont waren wir in der Vintage Mall. Oh Gott, hätte ich mich tot shoppen können. Dort gab es so unglaublich viele tolle Dinge. Besonders die Möbel und Deko hat es mir angetan. Leider konnte wir dort ja schlecht Möbel kaufen… Nur eine alte Holzkiste und eine Sonnenbrille durfte mit und machte meinen Koffer um einiges sperriger. Zu Fuß gingen wir dann in den Gas Works Park. Früher war dieser Park eine Kohlevergasungsanlage und wurde 1975 zu einem öffentlichen Park. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über den Lake Union und die Skyline von Seattle. Auch kann man dort die Hausbote aus dem Film „Schlaflos in Seattle“ sehen. Lustig sind die Ride the Duck Touren, die auch über den Lake Union führen. Wir haben überlegt diese Tour am letzten Tag noch mitzumachen, doch durchs viele hin- und herlaufen haben wir eigentlich schon recht viel von der Stadt gesehen und diese Ententröten waren auch etwas nervig. Diese Tour wäre am ersten Tag super gewesen…

Das war es auch erst einmal von Seattle. Es ging nach 3 Tagen in der Stadt mit dem Boldbus nach Vancouver BC, Kanada und von dort aus mit der Fähre nach Vancouver Island, wo wir Marina besuchten. Mehr Bilder dazu gibt es im nächsten Post.