USA/Kanada Urlaub – Vancouver Island

Im letzten Post schrieb ich über unseren Aufenthalt in Seattle. Von Seattle aus fuhren wir etwa 4 Stunden mit dem Flixbus nach Vancouver B.C. Die Fahrt war zwar etwas nervig aber noch angenehm, da wir im Bus Wlan hatten und so bei Hannibal wieder auf den neusten Stand kommen konnten. Wichtige Dinge halt… In Vancouver angekommen, wurden wir von Marina empfangen, aßen sehr leckere Burger und fuhren mit dem Bus weiter zur Fähre, die uns rüber nach Vancouver Island, genau genommen Nanaimo, brachte. In Nanaimo blieben wir dann ein paar Tage bei Marina. Sie zeigte uns alles und war unsere persönliche Touristenführerin. Wir sahen den Hafen von Nanaimo, diverse Parks, wir waren schwimmen, tranken merkwürdige Biersorten in einer Brauerei, sahen Menschen mit Scootern im Wal-Mart und betrieben thrift-shopping. Marina kletterte mit uns durch Wälder und zeigte uns Flüsse, die keine Flüsse mehr waren, weil alles ausgetrocknet war.

Mit ihr fuhren wir auch nach Victoria, wo wir eine Nacht bei sehr lieben Freunden von ihr übernachteten. Victoria ist sehr interessant, da dort alles sehr britisch, fast schon wie in London erscheint. Rote Busse, Pubs und typisch britischer Baustil beherrschen hier das Stadtbild. Und trotzdem sieht man hier natürlich kanadische Flaggen und irgendwie ist es im nächsten Moment doch gar nicht sooo britisch. Sehr verwirrend und trotzdem wunderschön, diese Stadt. Am ersten Tag in Victoria liefen wir eine Weile herum, sahen uns viel an und aßen etwas. Ich probierte ein typisch kanadisches Gericht, Poutine. Poutine ist eine Fast-Food Spezialität bestehend aus Pommes, Käse und Bratensauce. Anfangs schmeckt Poutine noch ganz ok, da man oben noch eine überbackene und knusprige Pommesschicht hat. Je weiter man isst, desto matschiger wird es und zum Schluss ist es nur noch eine einzige Pampe. Ich bereute meine Wahl sehr schnell und hätte vielleicht doch lieber eine einfache Pizza genommen. Nachdem ich hungrig meine in Bratensauce getunkten Matsche-Pommes fast aufgegessen habe, gingen wir in eine Bar und spielten Billard. Eigentlich konnte keiner von uns wirklich Billard spielen und wir machten uns lieber über einen Mann mit einem falsch aufgesetzten Billigtoupet und merkwürdig aufgeklebten Bart lustig. Wir ließen den Abend mit einem Drink und Wrestling ausklingen. Bei Wrestling frage ich mich immer wieder wie man sich das freiwillig ansehen kann. Das ist so ein Klamauk. Ich beschäftigte mich lieber mit den Katzen. Die waren so süß!

Am nächsten Tag gingen wir am Wasser spazieren, knipsten ein paar Bilder von Aussichtspunkten und fuhren wieder in Richtung Nanaimo. Von dort aus ging es nach ein paar Tagen dann mit der Fähre zurück nach Vancouver und wieder weiter nach Seattle.