USA/KANADA URLAUB – Yakima – Seattle

Auf geht´s zur letzten Etappe. Von Yakima aus fuhren wir wieder in Richtung Seattle, wo wir eine letzte Nacht verbringen wollten, um am Abflugtag nicht mehr lange fahren zu müssen. Die Umgebung um Yakima ist eher trostlos und trocken. Es ist dort einfach eine ganz andere Welt im Vergleich zu der rauen, waldigen Küste.

Auf unserer Fahrt nach Seattle machten wir Halt in Snoqualmie, um uns dort den Wasserfall Snoqualmie Falls anzusehen. Auch dieser war leider deutlich schwächer als sonst, da der Sommer hier alles austrocknete. Nichtsdestotrotz war der Wasserfall gewaltig. Hier in Norddeutschland kennen wir so etwas ja gar nicht wirklich und ich bin daher etwas besessen von tollen Wasserfällen (ich liebäugle vielleicht genau deshalb schon lange mit einem Island-Urlaub). Man konnte sich den Wasserfall entweder vom Aussichtspunkt ansehen, oder aber noch einen Wanderweg hinunter marschieren, um ihn etwa auf Augenhöhe in voller Pracht betrachten zu können. Mit unseren lädierten Sneakern liefen wir den Weg hinunter. Er war steil, rutschig und sehr anstrengend. Unten angekommen lohnte sich der Anblick dann aber allemal. Ich hätte zu gerne eins meiner Fotokleider angezogen und hätte dort ein kleines Shooting gestartet, aber leider kam man gar nicht so nah an den Wasserfall heran, wie es scheint. Dafür nahmen unsere Füße eine erfrischende Abkühlung und wir genossen die letzten amerikanischen Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Ich wollte gar nicht mehr gehen, besonders weil ich genau wusste, dass der Wanderweg hinauf noch sehr viel anstrengender zu laufen sein würde, als hinunter. Endlich oben angekommen fuhren wir direkt nach Seattle, wo wir uns ein Motel für die letzte Übernachtung suchten.

Später erkundeten wir noch das Szeneviertel Capitol Hill. Auch dort ging es wieder steil hinauf und es lohnte sich nicht. Jedenfalls waren wir eher enttäuscht von den wenigen Läden und Bars. Das Problem war sicher, dass wir uns dieses Viertel etwas belebter und größer vorgestellt hatten und von der falschen Seite mit einem riesigen Umweg und schmerzenden Füßen kamen. Scheinbar wäre der Weg direkt von Downtown schneller und einfacher gewesen und wir wären direkt in der einen belebten Straße gelandet. so sind wir durch viele kleine und langweilige Straßen gelatscht. Wir gingen weiter durch Downtown und fuhren schließlich übermüdet mit dem Bus nach Fremont zu unserem Motel. Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder nach Hause.

Übermüdet und mit schummrigem Gefühl im Bauch kamen wir nach etwa 10 Stunden Flugzeit in London an. Von dort aus ging es wieder nach Hamburg, wo meine Mutter uns vom Flughafen abholte. Es war ein wunderbares Erlebnis und ich habe meine Liebe für Amerika entdeckt. Früher wollte ich dort nie hin, weil ich alles britische lieber mochte als das amerikanische. Dank dieser Reise hat sich meine Meinung zu den United States of Amerika geändert. Ich liebe immer noch das britische etwas mehr, dennoch hat mich die amerikanische Westküste absolut Überzeugt. Noch nie saß ich an einem so schönen Strand wie Ruby Beach, noch nie habe ich so viele gute Burger gegessen und noch nie habe ich so riesige Chips Packungen gesehen wie bei Walmart. Ich will zurück und das nächste mal sollte die Reise länger dauern, weil ich unbedingt die Küstenroute bis nach LA herunterfahren möchte. Bis dahin möchte ich aber noch so viele andere Länder erkunden und 2016 werde ich sicher wieder ein neues Land bereisen