Monthly Recap: Juli 2025
Irgendwo zwischen Fernwehmut und der Bequemlichkeit des Alltags.
Ich befinde mich in einer Lebensfuge, irgendwo zwischen bequemem Alltag und Fernwehmut.
Der Juli war da, um vorauszuschauen, aber auch abzuschließen, Pläne zu schmieden und wieder zu verwerfen und auch komplett neue Projekte anzugehen, die sich einfach gut anfühlen. Begleitend ist immer dieses Gefühl nach Freiheit, nach Ferne, aber auch etwas Wehmut, dass das was eigentlich bequem und gut war, nun ein Ende hat.
Ich verbrachte Zeit mit den Fußen im Sand und Blick aufs Meer und mit meinen Kolleg*innen im Sommercamp, bei dem ich endlich das erste Mal dabei sein konnte. Wir verbrachten vier schöne Workation-Tage in der idylle Brandenburgs. Währenddessen kam mehrmals der Gedanke auf, wie schön so ein alter Hof mitten im Nirgendwo wäre. Aber mit Blick auf unseren nie fertig werdenden Campervan wurde dieser Fetzen schnell wieder verworfen. Lieber gar nicht erst mit so etwas anfangen…
Außerdem wurde Zeit mit Freunden verbracht, viel über Reisen, Chancen und Zweifel philosophiert und wir haben einen kleinen Teamausflug gemacht, um unsere Töpferergebnisse abzuholen. Einen ersten Kaffee habe ich schon aus dem Becher getrunken. Test bestanden, also.
Die letzten Tage des Monats waren ein ständiges Auf und Ab. Ein neuer Schrank fürs Esszimmer/Arbeitszimmer Umbauprojekt kam an, und nur einen Tag später gab die Audioausgabe meiner Kamera den Geist auf. Und so geht es immer einen Schritt vor und einen zurück.
gebaut.
Der Vanausbau ging weiter. Felix hat ordentlich vorgearbeitet, während ich noch ein paar Termine hatte und anders eingespannt war. Die Küche ist fast komplett, der Kühlschrank ist eingebaut, wir haben eine Garderobe, haben viele kleine Dinge gefixt und andere Flächen verschönert, mit dem großten optischen Fortschritt hinten an der Garage. Zudem haben uns für einen Boden entschieden und geplant, wie wir die Dusche am besten abdichten. Die Luft ist raus und wir wollen endlich fertig werden.
fotografiert.
An einem Montagabend traf ich mich mit Emmy für ein spontanes Shooting. Das Moodboard war sommerlich mit Sonne und Strohhut auf Wiesen und zwischen Blumen. Heftiger Regen hat die Ergebnisse dann etwas anders aussehen lassen…
Komplett durchnässt haben wir durchgezogen. Ich mag die Bilder trotzdem echt gerne und liebs dem Wetter manchmal einfach zu trotzen.
Inspired by… things
gelesen.
Mayflies von Andrew O'Hagan
Coming-of-Age ist ein Genre das ich unglaublich gerne mag und “Mayflies” fällt hier rein, jedenfalls die erste Hälfte des Buches. Der erste Teil erzählt von einer Jugend voller Liebe zur Musik und Filmen, Rebellion, Freundschaft und einem unvergesslichen Trip nach Manchester, um die größten Post-Punk-Acts der 80er live zu sehen. Man hört förmlich den Soundtrack im Hintergrund und liest sich fast in ein Gefühl von Nostalgie hinein.
In der zweiten Hälfte ist von dieser Unbeschwertheit nicht mehr viel übrig. Es ist 2017, und das Wochenende in Manchester liegt weit zurück. Eine Diagnose verändert alles. Nicht nur für den betroffenen Tully, sondern auch für seinen besten Freund, der in diesem Buch zur erzählenden Stimme wird. Dieser Teil trifft tief und besonders die Szenen rund um Dignitas lassen einen die menschliche Vergänglichkeit spüren.
Mayflies ist eine schöne Erzählung über Freundschaft, Vergänglichkeit, Verlust und fragile Männlichkeit. Besonders der zweite Part hat mich sehr berührt.
gehört.
A Dawning Ólafur Arnalds & Talos
A Dawning ist ein Album, auf das ich sehnsüchtig gewartet habe und wow, ich liebe es. Schon im letzten Recap habe ich es hier angeteasert, aber jetzt schon ist es für mich ein Album des Jahres, das mich noch lange begleiten wird. Besonders der gleichnamige Song mit dem Video berührt mich sehr. Bei diesem Album verlassen mich die Worte, weil der Sound viel besser für sich wirken kann. Also unbedingt reinhören oder das Video von “A Dawning” anschauen. Es lohnt sich!
Tired Eyes, waking hearts Message To Bears
Noch ein neues Album, das ich absolut empfehlen kann, ist die Neuerscheinung von Message To Bears. Ähnlich ruhig mit akustischen Elementen, sanfter Elektronik und leiser Stimme. Höre ich gerne beim Arbeiten oder Spazierengehen.
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Lena