Monthly Recap: Mai 2025
Felix und ich feierten unseren 15. Jahrestag! Doch anstatt fancy Essen zu gehen, arbeiteten wir weiter an unserem Vanlife-Traum und schauten den Eurovision Song Contest (in der JanPrixOlliVision-Version natürlich). Und das werkeln hat sich gelohnt. Nur mit Matratze und Bettzeug, haben wir die erste Nacht im Van verbracht und es fühlte sich verdammt gut an! Auch wenn es nicht so ausschaut, befinden wir uns im Endspurt. Was wir bisher gelernt haben: Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um Ausdauer und ich brauche dringend mehr Konditionstraining für meinen Kopf, denn der sagt momentan viel zu oft: „Ich will nicht mehr.“
Ich befreite mich von Ballast, sortierte aus, fand dabei lustige Dinge (wie diese Alien Mütze, die wir mal in einem Secondhand Shop in LA gekauft haben), sortierte wieder ein bisschen ein (ebendiese Mütze. Die ist einfach zu cool und musste bleiben.) und verkaufte alles andere auf dem Flohmarkt. Parallel schmiedete ich aber bereits Pläne für die komplette Umgestaltung unseres Esszimmers zu einem Raum, der mehr Kreativität zulässt. Momentan herrscht hier eher Chaos.
Wir trafen Freunde, verbrachten den 1. Mai in Lübeck und realisierten wieder einmal, wie schön diese Stadt ist. Es wurden Katzen geflauscht und inspirierende Vorträge gehört und Bücher gelesen, wovon eins sehr gut war (The Midnight Library) und eins sehr wild und komisch (My Year of Rest and Relaxation).
Und: Ich schnürte nach langer Pause endlich mal wieder die Laufschuhe. Die Kilometer werden langsam mehr und mit jedem Lauf fühle ich mich ein kleines bisschen besser. Wer ist noch Team Tomatenkopf? 🥵
Inspired by… things
gelesen.
The Midnight Library von Matt Haig
Dieses Buch ist bekannt, schlummerte aber viel zu lange auf meiner „Read next“-Liste. Ich habe es verschlungen und fand es absolut toll, weil es berührend und einfühlsam vom „Was wäre wenn?“ erzählt. Wir können so viele Leben führen, aber welches Leben ist schon das perfekte? Große Empfehlung!
My Year of Rest and Relaxation von Ottessa Moshfegh
Ein Buch mit einem interessanten Cover. Ich habe den Titel gesehen und dachte, dass ich es gut finden würde, nun ist es eines der wenigen Bücher, das ich wirklich schrecklich fand. Ich habe es bereits letztes Jahr angefangen, rund 50 Seiten gelesen und weggelegt, weil ich einfach nicht reinkam. Nun habe ich es wieder in die Hand genommen und zu Ende gebracht. Es gibt viele Fans dieses Buches. Ich bin es nicht. Wirklich alle Charaktere in diesem Buch sind schrecklich, dabei hätte es wirklich so gut sein können. Es geht ja nicht wirklich, wie der Titel sagt, um ein Jahr voller Erholung, sondern eher um Depression, innere Leere, toxische Beziehungen ohne echte Nähe, Leistungsdruck und die Illusion, all das mit Konsum und Betäubung zu überdecken. Man kann viel hineininterpretieren, und genau das macht das Buch für viele wahrscheinlich spannend, aber warum konnte nicht wenigstens eine liebenswerte Persönlichkeit in diesem Buch vorkommen, die einen in die Story zieht? Diese Distanziertheit war aber vermutlich genau so gewollt und konnte mich keinerlei berühren. Mission also erfüllt. Keine Empfehlung von mir.
gehört.
Signs
Ólafur Arnalds & Talos
Eine Kollaboration meiner Lieblingsartists, die bewegend und traurig zugleich ist. Nach dem überraschenden Tod von Talos 2024, hat Ólafur Arnalds nun die vorher entstandenen Songs vollendet und mit Signs ein ganzes Album angekündigt.
gesehen.
Analog statt digital: Die Sehnsucht nach dem Echten
Eine Doku von Arte
Immer mehr Menschen suchen in Vinyl, Filmfotografie und dem Offline sein nach Echtheit und Entschleunigung. Diese tolle ARTE-Doku zeigt diese Gegenbewegung zur digitalen Reizüberflutung und begleitet Menschen, mit einer Liebe zum Analogen.
gelernt.
Ich habe gemerkt, wie schnell Meinungen, Unsicherheiten und Stimmungen zu meinen eigenen werden. Und wie leise dieser Übergang passiert. Irgendwie fast unbewusst. Es reicht manchmal ein Kommentar oder eine Haltung von außen, und schon zweifle ich an mir, überdenke alles und verliere den Blick für das, was ich eigentlich kann. Das nervt mich selbst total, lässt sich aber schwer abschalten.
Ich bin momentan viel hier auf Substack unterwegs und mag die Kreativität hier ungemein, weil sie nicht wie z.B. bei Instagram auf reine Reichweite und Verkauf aus ist. Hier bin ich auch über den japanischen Kaizen-Gedanken gestolpert und versuche mich gerade daran zu orientieren. Jeden Tag ein bisschen, ist auch Fortschritt. Und mit nur 1% am Tag ist man in 100 Tagen auch fertig. Sprinten lag mir noch nie, aber Ausdauerläufe waren auch früher schon kein Problem für mich. Also versuche ich es damit.
gefilmt.
Gefilmt wurde ganz viel Van-Content und auch im Mai wurde ein weitere Ausbau Vlog veröffentlicht.
gestaltet.
Ganz frisch ist nun die neue wed&connect Website online gegangen. Ich bin selbst Mitgründerin dieses Netzwerkes für Dienstleister*innen der Hochzeitsbranche und engagiere mich für ein “Miteinander statt Gegeneinander”. Wir möchten Verbindungen schaffen, Inspiration teilen und eine Community fördern, in der Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich ist.
Neben dem Brand Design habe ich nun auch die Website gestaltet, die ab gestern tatsächlich online ist.
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Lena